Tag 4 Friesland 22 (4.6.) Jemgum nach Ditzum

Der Tag hat wieder nach gut durchschlafender Nacht schön begonnen, Sonne und Wärme. Wir haben geduscht in nagelneuen Duschen bei Luv Up Jemgum, haben den Mast gestellt und die Segel angeschlagen. Jetzt kann man sich wieder freier an Deck bewegen und das Boot ist überhaupt wieder ein Segelboot!

Mast steht wieder
Schöner Ausblick beim Cappucino

 

 

 

 

Im Café/Restaurant haben wir einen Cappucino getrunken, dann einen Gang durch Jemgum gemacht. Ein seltsamer Ort: viele kleine Fischerhäuser, leider viele leer oder in schlechtem Zustand, dazwischen aber immer wieder richtig hübsch fertig gemachte Häuschen! Aus dem Ort könnte und müsste man was machen! Luv Up hat einen schönen Anfang gemacht mit ihrem neuen Clubhaus und der tollen Jugendarbeit im Segelverein. Ich hänge ein paar Fotos aus, die den zwiespältigen Eindruck belegen.

Alte Ziegelei

Kurzwelle habe ich eben auch schon mit Funkkollegen getestet, aber nach Brandenburg bin ich nicht durchgedrungen, zu dicht dran. Tiefe Bänder kann ich nicht, weil ich dazu die Antenne verlängern müsste. Dazu habe ich bei der Hitze aber keine Lust.  Ansonsten höre ich Ems-Traffic mit Leer Bridge auf Kanal 15. Wer seine Seefunkzeugnisprüfung abgelegt hat, der wundert sich nur noch, wie locker hier gefunkt wird. Die würden alle durchfallen…

So gegen 17 Uhr ist HW hier.

Die alte Mühle von Jemgum

Dann werden wir aufbrechen, die knapp 6sm nach Ditzum, letzter Hafen vor dem Dollard und vor Delfzijl in Holland – für uns. Teil 2 dieses Blogs wird nachher davon berichten…

Teil 2 des Tagesberichtes:

Ditzum voraus!

Um 1615h sind wir kurz vor HW ins Jemgum ausgelaufen, Ziel Ditzum. Und nach 1,5 Stunden waren wir dort. Der Wind hatte sich beruhigt, kam aber meist von vorn. Deshalb haben wir nur dann und wann die Genua ausgerollt, aber das brachte schon einen Knoten Speed mehr. Außerdem konnte ich noch Feintuning am Wickelmechanismus der Rollfock vornehmen, wie alle Jahre wieder nach dem Winterhalbjahr. Nu löppt se….

Bester Liegeplatz an insgesamt schlechter Anlage

In Ditzum haben wir den besten Liegeplatz ab dem öden Steg gefunden, der einzige, wo man nicht hinten an Pfählen liegen muss, sondern direkt längs am Steg festmacht. Ditzum: Toller Ort, sehenswert, aber schlechte Liegeplätze ohne Service. Jemgum genau umgekehrt! Wir haben uns deshalb gleich aufgemacht und bei „Opa Krino“ gleich zwei Plätze fürs Frühstück morgen früh bestellt. Danach Fisch und Chips und ein Rundgang durch den Ort, auch zum Friedhof und zum Grab unseres während seines Dienstes auf See gebliebenen Seenotretterkollegen Theo Fischer. Letztes Jahr war sein Grab vernachlässigt, diesmal nur ungepflegt. Ich habe noch etwas Unkraut gezupft und dann sind wir zurück zum Boot. Jetzt tippe ich noch diese Zeilen ins Logbuch….

Und jetzt noch eine Bildergalerie, ehe wir morgen dann in holländische Gewässer aufbrechen. Aber erst müssen wir zu Opa Krino…..

 

 

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Kategorisiert in Logbuch

Von Kommodore

Segler seit 1965. Bevorzugt im Wattenmeer unterwegs. 30 Jahre Jugendwart mit Aufbau einer Zugvogel-Flotte und jährlich mehreren Touren von Fedderwardersiel bis zum Ijsselmeer. Seitdem auch als Ausbilder tätig, früher für Jugendliche, heute für Erwachsene. Sportbootführerscheine und Seefunkzeugnisse. Als Funkamateur natürlich auch mit Kurzwelle an Bord vom "Butt", beliebteste Betriebsart ist immer noch die Morsetelegrafie.

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