Vorwärts Richtung Luxus

Wenn alles für die Saison fertig ist, die Eignerin schon erste Lebensmittel eingeräumt und eine lange Liste mit „Unvergesslichem“ für die Holland-Tour im Juni erstellt hat und ich nichts mehr zu schrauben habe, dann wird’s langsam eng. Dann suche ich mir halt was, was nicht unbedingt nötig, aber doch von Vorteil sein könnte. Die letzten Tage habe ich drei Accessoires installiert von ganz unterschiedlicher Zuordnung.

  1. Die Funkantenne Nr. 2  Wozu braucht man eine zweite Seefunkantenne? Na ist doch klar: Für Kanalfahrt, also wenn der Mast liegt.
    Die „Kanal-Antenne“

    Dann ist die Masttopantenne außer Gefecht. Kabel raus und sie liegt horizontal, strahlt also einerseits zu den Fischen und andererseits zu den Astronauten. Beides hülfe nicht, wenn mal Holland in Not sein sollte. Vertikal ist eben wichtig. Wegen der Rundstrahlung. Also habe ich eine zweite Antenne montiert: gleich neben dem „Notausstieg“ überm Steuerrad an Steuerbordseite des überdachten Fahrstandes. Kurzes Kabel, höchster Punkt. Beides ist für die Hochfrequenz wichtig. Und gemessen habe ich sie auch und sie hat kaum Rücklauf an Hochfrequenz, die Abstimmung ist also sehr gut. Die Leistung wird auch abgestrahlt und läuft nicht wieder übers Kabel ins Funkgerät zurück. Jetzt ist die Kanalfahrt funksicher.

  2. Mobiler WLAN-Hotspot eingerichtet. Für knapp 50 Euronen bekommt man so ein kleines, akkubetriebenes Gerät von Huawei, groß wie zwei bis drei Streichholzschachteln. Da steckt man eine SIM-Karte rein (Kopie der Handykarte, gibt’s für 5 Euro monatlich dazu) und dann kann man sich mit bis zu einem Dutzend Geräte in das WLAN einloggen.
    Hotspot WLAN mobil

    Bei uns reichen schon 2-4 Geräte, wenn wir beide haben je ein Handy und ein Tablet. Ist der Datenrahmen aufgebraucht, dann kann man nachladen. Das kommt aber ja nur auf langen Touren vor, wo man Filmchen und Fotos in großen Mengen, z.B. für dieses Logbuch, sendet. Das geht in die Gigabytes… Nach Anfangsschwierigkeiten wegen grausiger „Bedienungsanleitung“ und mit Hilfe von Youtube läuft der Hotspot nun prima. Ist der Akku leer, dann wird er über USB wieder aufgeladen. Aber 12h soll er wohl halten. Bald werden wir’s wissen.

  3. Kojen erweitert. So toll unsere LM23 Comfort auch sonst ist, von Schlaf-„Comfort“ war da bisher nicht viel zu merken. In der dritten Nacht schlief ich dann meistens erst ganz gut, hatte mich an die schmale Koje, die zu niedrige Ablage darüber und an die Härte der Unterlage halbwegs gewöhnt. Jetzt haben wir auf dem Dachboden Teile wiederentdeckt, die schon beim Kauf dabei waren, aber erst mal für unnötig erklärt worden waren:
    Von der kargen Koje zum Luxusbett

    4 passende Bretter und zwei exakt passend Auflagen. Dadurch werden die beiden Kojen nun zum Dreieck und – ich wollte es nicht glauben – die Klotür ist noch zu öffnen! Wenn man allerdings aus der Ruhelage in der Koje nun in die Pinkelposition im Klo gelangen will, muss man mächtig mobil sein! Nicht ganz ein Schlangenmensch, aber so in die Richtung. Wir werden berichten… Stabil ist es jedenfalls.

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Technik

Von Kommodore

Segler seit 1965. Bevorzugt im Wattenmeer unterwegs. 30 Jahre Jugendwart mit Aufbau einer Zugvogel-Flotte und jährlich mehreren Touren von Fedderwardersiel bis zum Ijsselmeer. Seitdem auch als Ausbilder tätig, früher für Jugendliche, heute für Erwachsene. Sportbootführerscheine und Seefunkzeugnisse. Als Funkamateur natürlich auch mit Kurzwelle an Bord vom "Butt", beliebteste Betriebsart ist immer noch die Morsetelegrafie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.